Aus- und Weiterbildung

Die Weiterbildung nach bisherigem Recht

Die Ausbildung als psychologischer Psychotherapeut / psychologische Psychotherapeutin setzt ein universitäres Psychologie-Studium voraus. Der Zugang zur Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie ist – ebenfalls nach „altem“ Recht noch bis 2032 nach einem Master-Abschluss in Pädagogik oder Sozialpädagogik möglich. Allerdings reichen Bachelor- und Masterstudium alleine nicht aus. Um die Prüfung als als Psychotherapeut*in machen zu können, muss nach dem Studium eine Ausbildung abgeschlossen werden, die drei Jahre in Vollzeit oder fünf Jahre in Teilzeit dauert.

Einen großen Nachteil hat dieser Weg der Ausbildung allerdings: die Kosten. Die Ausbildungen an unith Instituten kosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro; jedoch können die Kosten teilweise durch Einnahmen während der praktischen Ausbildung refinanziert werden.

Am Ende der postgradualen Ausbildung steht eine staatliche Prüfung nach deren Bestehen die Approbation erteilt wird.

Alle, die bis August 2020 ein Studium (Psychologie Bachelor oder Master) begonnen haben oder jetzt schon in der Ausbildung zur Psychotherapeut*in sind, können nach den Regeln des bisherigen Gesetzes ihr Studium und auch die postgraduale Ausbildung abschließen. Dafür besteht noch Zeit bis zum Jahr 2032 – in Härtefällen bis 2035.

Psychotherapie Aus-und Weiterbildung nach neuem Recht

Seit September 2020 gilt die neue Weiterbildungsordnung für angehende Psychotherpeut*innen.

Personen, die ab 01. September 2020 ein Studium beginnen, welches zur Approbation führen soll, können ausschließlich nach den Regeln des neuen Gesetzes zu einem Abschluss (Approbation) kommen. Das Studium gliedert sich in ein dreijähriges Bachelor- gefolgt von einem zweijährigen-Masterstudium.

Die Studiengänge entsprechen den Regeln des (neuen) Psychotherapeutengesetzes und der Approbationsordnung und werden von nahezu allen staatlichen Universitäten im Rahmen als Psychologie-Studium angeboten. Die Approbationsprüfung erfolgt als staatliche Prüfung direkt nach dem Studium.

Wie geht es nach dem Studium weiter?

Wie in der Medizin erfolgt nach dem Studium eine mehrjährige Weiterbildung, die im Rahmen einer bezahlten Berufstätigkeit erfolgt. Diese führt zur so genannten Fachkunde. Die Weiterbildungsordnungen werden derzeit von den Psychotherapeutenkammern erarbeitet und sehen drei Spezialisierungen vor: (1) Psychotherapie für Kinder und Jugendliche, (2) Psychotherapie für Erwachsene und (3) Neuropsychologische Psychotherapie.

Erst nach Abschluss einer Weiterbildung können die (ambulanten) psychotherapeutischen Leistungen von den Krankenkassen übernommen werden.