Entscheidung des DPT über die zukünftige Weiterbildung

Am 23.April 2021 wird auf dem Deutschen Psychotherapeuten Tag (DPT) über die Zukunft von mehreren tausend werdenden Psychotherapeut*innen entschieden. Das Problem: Vielen Studierenden und Studieninteressierten ist (noch) nicht bewusst, wie weitreichend die Entscheidung des DPT sein könnte.

Auf dem 38. Deutschen Psychotherapeutentag (DPT) entscheidet die Bundesdelegiertenversammlung der Bundespsychotherapeutenkammer u.a. über die sogenannte „Musterweiterbildungsordnung“. Diese regelt die Weiterbildung eines Psychologen/einer Psychologin zum approbierten Psychotherapeut*in.

Seit dem im September 2020 beschlossenen Psychotherapeutengesetz ist dies nun anders: Wie alle anderen Fächer auch, wurde das Psychologie Studium in ein grundständiges Bachelor- und ein postgraduales Masterstudium umgebaut. Vor allem im Masterstudium können Studierende nun besser fachliche Schwerpunkte setzen. Das erhöht nicht nur die Anforderungen an die Studierenden, sondern auch ihre Kompetenzen. Nach dem absolvierten Master-Studium führt eine Staatsprüfung zur Approbation. Es folgt eine drei- bis fünfjährige Ausbildung zum approbierten Psychotherapeuten.

Die Bedingungen für Psychotherapeuten in Ausbildung (PiAs) sind prekär, die Dauer der Ausbildung war bisher gar nicht oder nur minimal bezahlt. Inzwischen wurde zumindest eine Vergütung von 1.000 Euro monatlich für eine Vollzeit Stelle beschlossen. Eine dreijährige Vollzeit Weiterbildung ohne finanzielle Ressourcen ist in Realität nur sehr selten möglich.

Entscheiden sich PiAs für die 5-jährige Teilzeit Weiterbildung, wie die meisten, kollidiert das oftmals mit privaten und familiären Entscheidung.

Welche konkreten Forderungen unith e.V. stellt, lesen Sie hier.

Gemeinsam mit der DGPs, dem Fakultätentag Psychologie und der Psychologischen Fachschaftskonferenz haben wir eine Petition ins Leben gerufen, die die Verkürzung der Weiterbildungszeit auf vier Jahre fordert. Hier können Sie die Petition unterstützen.

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