Unicef Bericht

Unicef-Bericht: Alle elf Minuten nimmt sich ein junger Mensch das Leben

Der aktuelle Bericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen Unicef zeigt erschreckende Zahlen: In der Altersspanne zwischen 15 und 19 Jahren ist Suizid die vierthäufigste Todesursache. Weltweit nehmen sich jedes Jahr rund 46.000 Jugendliche das Leben. Doch während die Ursachen deutlich sind, bleiben die Betroffenen aufgrund mangelnder Therapieplätze auf der Strecke.

Fast zwei Jahre nach dem Beginn der Corona Pandemie sind die Belastungen für das psychische Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen nach wie vor schwerwiegend. Jeder fünfte befragte junge Mensch zwischen 15 und 24 Jahren gab an, sich häufig deprimiert zu fühlen, wenig Interesse an Dingen zu haben oder wenig zu unternehmen. In Deutschland sagte dies einer von vier befragten jungen Menschen.

Doch bereits vor Corona stand es um die Behandlung psychischer Störungen bei Kinder und Jugendlichen schlecht:

„Es fehlen schlichtweg die Therapieplätze“, so Prof. Dr. Thomas Fydrich, Vorstandsvorsitzender von unith e.V. „Einen freien Therapieplatz zu finden ist mit sehr langer Wartezeit verbunden, was oftmals die psychische Belastung weiter verschärft. Hinzu kommt, dass viele Kinder und Jugendliche keinen direkten Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten haben. Es bedarf dringend niedrigschwelliger Angebote; zumindest für eine initiale Beratung der betroffenen Eltern und Kinder“, fordert Fydrich.

Den Bericht von Unicef können Sie hier lesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.