Immer mehr Kinder und Jugendliche in Psychotherapie

Immer mehr Kinder und Jugendliche sind in psychotherapeutischer Behandlung, das belegt der aktuelle Arztreport der BARMER. Die Corona Pandemie und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen haben die Situation zusätzlich verschärft.

Die Zahl der jungen Patient*innen hat sich innerhalb der letzten 11 Jahre mehr als verdoppelt. Laut dem Bericht benötigten 823.000 Kinder und Jugendliche psychotherapeutische Hilfe im Jahr 2019 – das ist zu 2009 ein Anstieg von 104%.

Anlass für eine solche Therapie sind dem Bericht zufolge häufig Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen – etwa nach Trauererlebnissen oder Mobbing. Ursache können aber auch Depressionen, Angststörungen sowie emotionale Störungen des Kindesalters sein.

Die Corona-Pandemie samt strikter Kontaktbeschränkungen dürfte nach Einschätzung der Experten die Situation weiter verschärfen. Gerade jetzt seien die Kinder und Jugendlichen stark psychisch belastet.

Wie aus dem Barmer Arztreport weiter hervorgeht, gibt es deutliche regionale Unterschiede bei der In­anspruchnahme psychotherapeutischer Leistungen. Am größten war im Jahr 2019 demnach der Bedarf in Berlin mit 5,19 Prozent aller Kinder und Jugendlichen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Den BARMER Arztreport finden Sie hier.

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