Frankfurt am Main, 09.07.2026 – Angesichts der morgigen Entscheidung des Deutschen Bundestages über das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz warnt unith e.V., der Verbund universitärer Aus- und Weiterbildungsgänge in der Psychotherapie, vor den weitreichenden Folgen der geplanten Sparmaßnahmen. Diese gefährden nicht nur die psychotherapeutische Weiterbildung, sondern langfristig auch die Versorgung psychisch erkrankter Menschen.
Die neue psychotherapeutische Weiterbildung ist auf eine verlässliche Finanzierung angewiesen. Werden an dieser Stelle Mittel eingespart, fehlen den Weiterbildungsstätten die finanziellen Voraussetzungen, um dringend benötigte Kapazitäten aufzubauen und die Weiterbildung dauerhaft sicherzustellen.
Bereits heute ist die Nachfrage nach Weiterbildungsplätzen deutlich höher als das vorhandene Angebot. Die geplanten Sparmaßnahmen würden diese Situation weiter verschärfen. Viele angehende Fachpsychotherapeutinnen und Fachpsychotherapeuten stehen schon jetzt vor einer unsicheren beruflichen Perspektive. Langfristig bedeuten weniger Weiterbildungsplätze auch weniger Fachpsychotherapeutinnen und Fachpsychotherapeuten – und damit eine weitere Verschärfung der ohnehin angespannten psychotherapeutischen Versorgung.
„Seit Jahren wird der Ruf nach einer besseren psychotherapeutischen Versorgung immer lauter. Lange Wartezeiten, fehlende Kapazitäten und eine unzureichende Versorgung – insbesondere im ländlichen Raum – erschweren schon heute die Versorgung. Diese ohnehin schon prekäre Lage nun durch weitere Sparmaßnahmen zu verschärfen, ist absolut inakzeptabel. Die Einsparungen sind viel zu kurz gedacht und werden langfristig sogar höhere Kosten verursachen, wenn Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht mehr rechtzeitig und angemessen versorgt werden können“, kritisiert Prof. Dr. Rudolf Stark, Vorstandsvorsitzender von unith e.V.
Unith e.V. appelliert daher an die Politik, bei allen Maßnahmen zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung die langfristigen Auswirkungen auf die psychotherapeutische Weiterbildung und Versorgung mitzudenken. Eine hochwertige Weiterbildung benötigt eine nachhaltige Finanzierung – nur so können ausreichend Fachpsychotherapeutinnen und Fachpsychotherapeuten ausgebildet und die Versorgung psychisch erkrankter Menschen dauerhaft gesichert werden.
Pressekontakt
Anna Zreik
Pressereferentin unith e.V.
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Über unith e.V.
unith e.V. setzt sich bundesweit für eine faire und qualitativ hochwertige Weiterbildung in der Psychotherapie sowie für eine bessere Versorgung von Patientinnen und Patienten ein. Der Verein vertritt die Interessen von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Weiterbildung und engagiert sich für gerechte Arbeitsbedingungen, moderne Weiterbildung und eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung.
