Eröffnung der Spezialambulanz für Kinder & Jugendliche in Berlin

Die Corona Pandemie hat Kinder und Jugendliche zu Stubenhockern wider Willen gemacht: Schulen und Kitas waren teilweise monatelang geschlossen, Sportvereine und andere Hobbies mussten ausgesetzt, Kontakte auf das Minimum reduziert werden. Der Mangel an Austausch und Bewegung hat Folgen auf die psychische Entwicklung von Kindern: So zeigen Studien eine deutliche Zunahme von Angstzuständen und Depressionen.

Seit der Pandemie und dem damit einhergehenden Bedarfsanstieg an psychosozialer Unterstützung hat sich die ohnehin schon knappe Versorgungssituation noch weiter verschlechtert: Die Wartelisten für einen Therapieplatz sind lang, schon ohne Pandemie musste bis zu einer Behandlung mehr als 4 Monate gewartet werden.

Die neue Spezialambulanz der Humboldt Universität zu Berlin möchte hier ansetzen und Kinder, Jugendliche und Familien unterstützen.

Das Angebot richtet sich zunächst an Kinder und Jugendliche mit Angsterkrankungen.

„Angststörungen sind an sich nicht schwierig zu behandeln, wenn man weiß, wo man ansetzen muss“, sagt Prof. Dr. Julia Asbrand, Leiterin der Einrichtung. „Man braucht Zeit, den Willen und den Rückhalt der Familie, um Behandlungserfolge zu erzielen. In der Regel dauert eine Behandlung ca. ein Jahr bei Kindern und Jugendlichen.“ Das Angebot der Spezialambulanz soll in den kommenden Monaten noch erweitert werden, um mehr Kinder und Jugendliche zu unterstützen.

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