Kategorie: Aktuelles

Demo in Berlin: Psychotherapeutischer Nachwuchs protestiert gegen Honorarkürzungen

Demo in Berlin: Psychotherapeutischer Nachwuchs protestiert gegen Honorarkürzungen

Am 21. Mai 2026 protestieren angehende Psychotherapeut*innen in Berlin gegen Honorarkürzungen und die weiterhin ungelöste Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung. Die Demonstration findet von 15 bis 18 Uhr am Reichstagsufer statt.

Zu der Kundgebung rufen die Psychologie-Fachschaften-Konferenz (PsyFaKo), das Psychotherapie-Weiterbildungsforum (PtW Forum) sowie zahlreiche psychotherapeutische Verbände auf. Sie kritisieren, dass die Finanzierung der Weiterbildung auch sechs Jahre nach der Reform weiterhin ungeklärt ist – während gleichzeitig Honorare gekürzt werden.

„Ohne eine verlässliche Finanzierung der Weiterbildung gefährdet die Politik langfristig die Versorgung von Patient*innen“, erklärt Sophie Hartmann von der PsyFaKo.

Bereits vor drei Jahren hatten mehr als 72.000 Menschen eine Bundestagspetition zur Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung unterstützt. Trotzdem fehlt bis heute eine politische Lösung.

Auch unith e.V. warnt vor den Folgen: „Wer Weiterbildung strukturell unterfinanziert und gleichzeitig Honorare kürzt, darf sich über fehlenden Nachwuchs nicht wundern“, sagt Prof. Dr. Rudolf Stark, Vorstandsvorsitzender von unith e.V.

Die Organisator*innen sehen den Protest als Einsatz für die Zukunft der psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland.

Versorgung sichern statt kürzen: 5.Deutscher Psychotherapie Kongress eröffnet mit gesundheitspolitischem Panel

Versorgung sichern statt kürzen: 5.Deutscher Psychotherapie Kongress eröffnet mit gesundheitspolitischem Panel

Berlin, 01.06.2026 – Mit einem hochkarätig besetzten politischen Eröffnungspanel startet am 9. Juni 2026 der 5. Deutsche Psychotherapie Kongress (DPK) in Berlin. Unter dem Titel „Psychische Gesundheit im Epochenbruch: Versorgung sichern statt kürzen“ diskutieren Vertreter*innen aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Ausbildung über die Zukunft der psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland.

Im Fokus stehen die aktuellen Honorarkürzungen in der ambulanten Psychotherapie, die Finanzierung psychotherapeutischer Weiterbildung sowie die Folgen gesundheitspolitischer Sparmaßnahmen.

„Psychische Gesundheit ist eine zentrale Zukunftsfrage unserer Gesellschaft. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen seit Jahren, wie wirksam psychotherapeutische Versorgung ist. Gerade in Zeiten multipler Krisen sollte Gesundheitspolitik deshalb darauf ausgerichtet sein, wirksame Versorgung nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln.“, erklärt Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs).

Auch die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV) sieht dringenden politischen Handlungsbedarf:
„Die aktuellen Honorarkürzungen senden ein fatales Signal in einer Zeit steigender psychischer Belastungen. Wer Versorgung schwächt, verlängert Leidenswege und verschärft gesellschaftliche Folgekosten“, so Dr. Christina Jochim und Dr. Enno Maaß, Bundesvorsitzende der DPtV.

Das Panel versteht sich ausdrücklich als Raum für politischen Dialog und kritische Auseinandersetzung. Durch die Teilnahme des Bundesministeriums für Gesundheit werden aktuelle gesundheitspolitische Entscheidungen unmittelbar mit Stimmen aus Versorgung, Wissenschaft und Publikum diskutiert.

„Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit braucht es Raum für ehrlichen Dialog, wissenschaftliche Orientierung und politische Verantwortung“, erklärt Prof. Dr. Rudolf Stark, Vorstandsvorsitzender von unith e.V.

Der 5. Deutsche Psychotherapie Kongress positioniert sich damit klar:
Psychische Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, Bildung, Erwerbsfähigkeit und Lebensqualität. Der Kongress macht deutlich: Eine zukunftsfähige Gesundheitspolitik muss psychotherapeutische Versorgung sichern, wissenschaftliche Erkenntnisse konsequent nutzen und die Weiterbildung des psychotherapeutischen Nachwuchses nachhaltig finanzieren.

Weitere Informationen:
Der Deutsche Psychotherapie Kongress (DPK) findet seit Juni 2022 jährlich im Hotel Estrel Berlin unter wechselnder wissenschaftlicher Präsidentschaft führender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Klinischen Psychologie und Psychotherapie  statt und bringt als größter deutschsprachiger Kongress zur klinischen Psychotherapie Wissenschaft, Praxis, Aus- und Weiterbildung sowie Versorgung auf höchstem fachlichen Niveau zusammen, um aktuelle Erkenntnisse einem breiten Fach- und Fachpolitik-Publikum zugänglich zu machen.

www.deutscher-psychotherapie-kongress.de

Kongressausrichtende 2026:
Der 5. Deutsche Psychotherapie Kongress – Forum für Klinische Psychologie und Psychotherapie wird von der Fachgruppe Klinische Psychologie und Psychotherapie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), unith e.V. (Verbund der universitären Aus- und Weiterbildungsinstitute), der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) sowie den Kongresspräsidentinnen Prof. Dr. Hanna Christiansen (Philipps-Universität Marburg) und Prof. Dr. Cornelia Weise (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) ausgerichtet.

Presseakkreditierung Kongress / Anfragen zu Interviews:
Wir laden Sie herzlich ein, am 5. Deutschen Psychotherapie Kongress – Forum für Klinische Psychologie und Psychotherapie teilzunehmen und in Wort und Bild zu berichten. Konditionen für die Presseakkreditierung: https://deutscher-psychotherapie-kongress.de/presse/

Pressekontakt:
Anna Zreik
Pressereferentin unith e.V.
Varrentrappstraße 40/41
38114 Frankfurt am Main
presse@unith.de

Über die DGPs:
Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs e.V.) ist eine Vereinigung der in Forschung und Lehre tätigen Psychologinnen und Psychologen. Die rund 6000 Mitglieder erforschen das Erleben und Verhalten des Menschen.

Über unith:
Unith e.V. ist der Verbund universitärer Ausbildungs- und Weiterbildungsgänge für Psychotherapie. Mitglieder des Verbunds sind staatlich anerkannte Einrichtungen für die Ausbildung und Weiterbildung in Psychotherapie sowie universitäre Psychotherapeutische Hochschulambulanzen für Forschung und Lehre.

Über die DPtV:
Mit über 37.000 Psychotherapeut*innen ist die DPtV der größte Berufsverband für Psychologische Psychotherapeut*innen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen und Psychotherapeut*innen in Ausbildung in Deutschland.

Pauschale Honorarkürzungen bedrohen die Versorgung psychisch erkrankter Menschen

Pauschale Honorarkürzungen bedrohen die Versorgung psychisch erkrankter Menschen

Pressemitteilung

unith e.V. beteiligt sich an bundesweiten Protesten gegen Honorarkürzungen

Frankfurt am Main, 31.03.2026 – unith e.V. beteiligt sich am 11. April 2026 als Mitveranstalter an einer Demonstration in Frankfurt am Main. Ab 15:00 Uhr protestieren auf dem Opernplatz vor allem Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) gemeinsam mit Studierenden, approbierten Psychotherapeutinnen uns Psychotherapeuten und Unterstützenden gegen die geplante Honorarkürzung von 4,5 Prozent durch den GKV-Spitzenverband.

Die Kürzung trifft PiAs besonders hart: Da sie ihre Ausbildung größtenteils selbst finanzieren und die Vergütung für Ausbildungstherapien sinkt, verschärft sich ihre ohnehin prekäre finanzielle Lage weiter. Gleichzeitig bleibt die Finanzierung der neuen Weiterbildung ungeklärt – statt notwendiger Verbesserungen drohen zusätzliche Belastungen.

Bundesweit wächst der Protest gegen diese Entwicklung. Initiativen und Berufsverbände warnen vor langfristigen Folgen für den psychotherapeutischen Nachwuchs und damit für die Versorgung insgesamt.

„Die Honorarsenkung verschärft die ohnehin schwierige Situation der PiAs erheblich und gefährdet die Zukunft der psychotherapeutischen Versorgung“, erklärt Prof. Dr. Rudolf Stark, Vorstandsvorsitzender von unith e.V. Dr. Heike Winter ergänzt: „Wenn wir die Ausbildung und Weiterbildung jetzt nicht sichern, fehlen morgen die dringend benötigten Fachkräfte.“

unith e.V. setzt mit der Beteiligung ein klares Zeichen für bessere Ausbildungsbedingungen und eine nachhaltige Sicherung des psychotherapeutischen Nachwuchses.

Demo zur Honorarkürzung in der Psychotherapie
Zeit: 11. April 2026, 15:00 Uhr
Ort: Opernplatz, Frankfurt am Main


Pressekontakt
Anna Zreik

Pressereferentin unith e.V.
presse@unith.de

Über unith e.V.
unith e.V. setzt sich bundesweit für faire Ausbildung, moderne Weiterbildung und bessere Arbeitsbedingungen in der Psychotherapie ein. Der Verein vertritt die Interessen von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und engagiert sich für eine hochwertige, zukunftsfähige Versorgung von Patientinnen und Patienten.