Kategorie: Aktuelles

Deutscher Psychotherapie Kongress 2027: Bewährtes würdigen, Visionäres weiterentwickeln

Deutscher Psychotherapie Kongress 2027: Bewährtes würdigen, Visionäres weiterentwickeln

Unter dem Motto „Plug in, stay tuned, be well“ lädt der 6. Deutsche Psychotherapie Kongress (DPK) vom 28. Juni bis 2. Juli 2027 ins Estrel Congress Center Berlin ein. Die Kongresspräsidentinnen Prof. Dr. Svenja Taubner und Prof. Dr. Corina Aguilar-Raab rücken die Frage in den Mittelpunkt, wie Psychotherapieforschung Bewährtes stärken und zugleich neue Perspektiven für die Zukunft von Klinischer Psychologie und Psychotherapie eröffnen kann.

Die Klinische Psychologie und Psychotherapieforschung leben von beidem: von fundiertem, evidenzbasiertem Wissen darüber, was wirkt und sich bewährt hat, und von der Offenheit, Bestehendes kritisch zu hinterfragen und neue Wege zu gehen. Genau diese Verbindung greift das diesjährige Kongressmotto auf: „Plug in, stay tuned, be well: Durch Psychotherapieforschung Bewahrenswertes würdigen – Visionäres weiterentwickeln.“

Der 6. DPK bietet die Möglichkeit, diese Weiterentwicklung gemeinsam zu gestalten. Er bringt Grundlagen- und Mechanismenforschung, Psychotherapieforschung sowie Versorgung und Praxis zusammen und schafft Raum für neue Ideen, kontroverse Diskussionen und den Austausch zwischen wissenschaftlichen und praktischen Perspektiven. Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen und sich wandelnder Versorgungsbedingungen ist dieser Dialog wichtiger denn je.

Dabei geht es nicht nur darum, neue Ansätze und Möglichkeiten zu erschließen. Ebenso wichtig ist es, zu fragen, welche bewährten Erkenntnisse und Verfahren es zu erhalten gilt, was wir noch besser verstehen müssen und wo Klinische Psychologie und Psychotherapie neu gedacht werden sollten.

Der Deutsche Psychotherapie Kongress lädt dazu ein, diese Fragen gemeinsam zu diskutieren – über Generationen, Forschungsrichtungen und institutionelle Grenzen hinweg. Ziel ist es, Erkenntnisse aus Forschung und Praxis miteinander zu verbinden und die Zukunft der Klinischen Psychologie und Psychotherapie aktiv mitzugestalten.

6. Deutscher Psychotherapie Kongress (DPK)
Datum: 28. Juni bis 2. Juli 2027
Ort: Estrel Congress Center, Berlin
Motto: „Plug in, stay tuned, be well: Durch Psychotherapieforschung Bewahrenswertes würdigen – Visionäres weiterentwickeln.“

Unith e.V. warnt: GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gefährdet die Zukunft der Psychotherapie

Deutscher Psychotherapie Kongress 2027: Bewährtes würdigen, Visionäres weiterentwickeln

Frankfurt am Main, 09.07.2026 – Angesichts der morgigen Entscheidung des Deutschen Bundestages über das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz warnt unith e.V., der Verbund universitärer Aus- und Weiterbildungsgänge in der Psychotherapie, vor den weitreichenden Folgen der geplanten Sparmaßnahmen. Diese gefährden nicht nur die psychotherapeutische Weiterbildung, sondern langfristig auch die Versorgung psychisch erkrankter Menschen.

Die neue psychotherapeutische Weiterbildung ist auf eine verlässliche Finanzierung angewiesen. Werden an dieser Stelle Mittel eingespart, fehlen den Weiterbildungsstätten die finanziellen Voraussetzungen, um dringend benötigte Kapazitäten aufzubauen und die Weiterbildung dauerhaft sicherzustellen.

Bereits heute ist die Nachfrage nach Weiterbildungsplätzen deutlich höher als das vorhandene Angebot. Die geplanten Sparmaßnahmen würden diese Situation weiter verschärfen. Viele angehende Fachpsychotherapeutinnen und Fachpsychotherapeuten stehen schon jetzt vor einer unsicheren beruflichen Perspektive. Langfristig bedeuten weniger Weiterbildungsplätze auch weniger Fachpsychotherapeutinnen und Fachpsychotherapeuten – und damit eine weitere Verschärfung der ohnehin angespannten psychotherapeutischen Versorgung.

„Seit Jahren wird der Ruf nach einer besseren psychotherapeutischen Versorgung immer lauter. Lange Wartezeiten, fehlende Kapazitäten und eine unzureichende Versorgung – insbesondere im ländlichen Raum – erschweren schon heute die Versorgung. Diese ohnehin schon prekäre Lage nun durch weitere Sparmaßnahmen zu verschärfen, ist absolut inakzeptabel. Die Einsparungen sind viel zu kurz gedacht und werden langfristig sogar höhere Kosten verursachen, wenn Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht mehr rechtzeitig und angemessen versorgt werden können“, kritisiert Prof. Dr. Rudolf Stark, Vorstandsvorsitzender von unith e.V.

Unith e.V. appelliert daher an die Politik, bei allen Maßnahmen zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung die langfristigen Auswirkungen auf die psychotherapeutische Weiterbildung und Versorgung mitzudenken. Eine hochwertige Weiterbildung benötigt eine nachhaltige Finanzierung – nur so können ausreichend Fachpsychotherapeutinnen und Fachpsychotherapeuten ausgebildet und die Versorgung psychisch erkrankter Menschen dauerhaft gesichert werden.


Pressekontakt
Anna Zreik

Pressereferentin unith e.V.
presse@unith.de

Über unith e.V.
unith e.V. setzt sich bundesweit für eine faire und qualitativ hochwertige Weiterbildung in der Psychotherapie sowie für eine bessere Versorgung von Patientinnen und Patienten ein. Der Verein vertritt die Interessen von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Weiterbildung und engagiert sich für gerechte Arbeitsbedingungen, moderne Weiterbildung und eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung.

Pauschale Honorarkürzungen bedrohen die Versorgung psychisch erkrankter Menschen

Pauschale Honorarkürzungen bedrohen die Versorgung psychisch erkrankter Menschen

Pressemitteilung

unith e.V. beteiligt sich an bundesweiten Protesten gegen Honorarkürzungen

Frankfurt am Main, 31.03.2026 – unith e.V. beteiligt sich am 11. April 2026 als Mitveranstalter an einer Demonstration in Frankfurt am Main. Ab 15:00 Uhr protestieren auf dem Opernplatz vor allem Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) gemeinsam mit Studierenden, approbierten Psychotherapeutinnen uns Psychotherapeuten und Unterstützenden gegen die geplante Honorarkürzung von 4,5 Prozent durch den GKV-Spitzenverband.

Die Kürzung trifft PiAs besonders hart: Da sie ihre Ausbildung größtenteils selbst finanzieren und die Vergütung für Ausbildungstherapien sinkt, verschärft sich ihre ohnehin prekäre finanzielle Lage weiter. Gleichzeitig bleibt die Finanzierung der neuen Weiterbildung ungeklärt – statt notwendiger Verbesserungen drohen zusätzliche Belastungen.

Bundesweit wächst der Protest gegen diese Entwicklung. Initiativen und Berufsverbände warnen vor langfristigen Folgen für den psychotherapeutischen Nachwuchs und damit für die Versorgung insgesamt.

„Die Honorarsenkung verschärft die ohnehin schwierige Situation der PiAs erheblich und gefährdet die Zukunft der psychotherapeutischen Versorgung“, erklärt Prof. Dr. Rudolf Stark, Vorstandsvorsitzender von unith e.V. Dr. Heike Winter ergänzt: „Wenn wir die Ausbildung und Weiterbildung jetzt nicht sichern, fehlen morgen die dringend benötigten Fachkräfte.“

unith e.V. setzt mit der Beteiligung ein klares Zeichen für bessere Ausbildungsbedingungen und eine nachhaltige Sicherung des psychotherapeutischen Nachwuchses.

Demo zur Honorarkürzung in der Psychotherapie
Zeit: 11. April 2026, 15:00 Uhr
Ort: Opernplatz, Frankfurt am Main


Pressekontakt
Anna Zreik

Pressereferentin unith e.V.
presse@unith.de

Über unith e.V.
unith e.V. setzt sich bundesweit für faire Ausbildung, moderne Weiterbildung und bessere Arbeitsbedingungen in der Psychotherapie ein. Der Verein vertritt die Interessen von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und engagiert sich für eine hochwertige, zukunftsfähige Versorgung von Patientinnen und Patienten.